Friday, July 3, 2009

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shakespeares_sonette

Der kleine Liebesgott lag auf dem Ohr,
die Liebesfackel neben sich gelegt,
als eine Nymphenschar, die Keuschheit schwor,
vorbeigetrippelt kam. Wohl überlegt

ergriff die Schönste diesen heißen Pfahl,
durch den so manches Herz schon Wärme fand.
Schon fand sich der Begierde General
entwaffnet von der keuschen Jungfrau Hand.

Sie löscht' die Fackel aus im kühlen Quell,
der, durch das Liebesfeuer ewig heiß,
ein Badeort nun ist, wo Kranke schnell
sich Heilung hoffen. Ich kam solcherweis

als meiner Herrin Sklave hier zur Kur,
doch Liebesfeuer heizt das Wasser nur.

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